Frauentag oder Muttertag? Welcher Typ bist du?

Der Muttertag ist für mich ein wenig attraktiver Feiertag, obwohl ich selbst Mutter bin. Warum ich den Frauentag bevorzuge? Ich erkläre es.

Die Mutter gesellschaftlich gesehen

Das Wort Mutter ist auch im Jahr 2020 mit Haushalt und Familie verknüpft. Wer an häusliche Fähigkeiten denkt, sieht dabei immer eine Frau vor seinem geistigen Auge. Sich um die Familie kümmern, das ist ebenfalls „Frauensache“. Glauben Sie nicht? Dann denken Sie daran, was passiert, wenn ein Mann seine Familie verlässt, klar ist das schlimm, wird aber irgendwie akzeptiert. Tut das Gleiche eine Frau, dann kennt die Empörung keine Grenzen.

Mütterlich

Mütterliche Fähigkeiten können sprachlich gesehen nur Mütter haben, hätten sie Väter, hießen sie ja väterliche Fähigkeiten. Und wohl niemand würde mütterlich und väterlich synonym gebrauchen. Nein, in unseren Köpfen ist ganz klar getrennt, was mütterlich ist und was väterlich.

Kurz der Muttertag reduziert für mich uns Frauen auf ein bestimmtes Bild bzw. eine Rolle: Die, die sich um die Kinder kümmert.

Der Frauentag …

ist für mich ein politischer Kampftag. Es ist ein Tag, der erreichen will, dass Frauen selbstbestimmt leben können: Wahlrecht, Recht auf Schulbildung, Ausbildung, Studium, Beruf, Recht auf Familienplanung und noch so vieles mehr …

Aber auch ein Frauentagstyp kann gern Mutter sein

Doch obwohl ich eher der Frauentagstyp bin, bin ich auch gern Mutter. Ich bin sogar dreimal Mutter. Das wäre ich sicher nicht, würde mir das Muttersein nicht liegen. Aber es ist eben nur EINE Rolle oder Funktion, die ich neben vielen, vielen anderen Rollen gern einnehme. Ich will nur nicht auf diese Rolle reduziert werden. Das tut, nach meiner Ansicht, der Muttertag.

Deshalb feiere ich lieber mein Frausein

Ich feiere lieber mein Frausein, und zwar als politisch aktive, berufstätige und familiäre Frau. Der Frauentag erinnert mich an alle Freiheiten, die wir als Frauen schon haben, und mahnt mich, dass wir uns noch viel erarbeiten müssen. Und das sind ja eh die süßesten Früchte, jene die Schweiß, Blut und Kraft kosten.

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